Bombay Backpackers

Vier Nächte dauerte unser Aufenthalt in der indische Megametropole Mumbai. Ein Abenteuer für sich. Um die 20 Millionen Menschen bevölkern Mumbai und die anliegenden Regionen. Dagegen wirkt unser Berlin wie eine Kleinstadt. Die Straße zu überqueren wird hier angesichts der Unmengen an Autos und TukTuks zum Abenteuer. Wir entwickelten schnell die Taktik uns dabei einfach an die Fersen der Einheimischen zu heften. Das Chaos auf den Straßen und das ständige Gehupe, „Hallo hier komme ich“, ließen uns in ständiger Habachtstellung durch die Straßen gehen. Auch unsere erste Zugfahrt (für 10 Rupien also knapp 17 Eurocent) entpuppte sich als kleines Abenteuer. In den ersten Zug konnten wir erst gar nicht einsteigen, weil eine Masse an Einheimischen an uns vollkommen perplex dastehenden Touris einfach vorbei in die Wagons strömte und aus den Türen hängend davonfuhr. Und dennoch oder gerade deshalb ist Mumbai unglaublich faszinierend und macht Spaß.

Einen Tag durften wir gemeinsam mit anderen den größten Slum Mumbais, Dharavi, erkunden. Die Eindrücke, die wir dort sammelten, kann ich schwer beschreiben. Dass dort Armut herrscht, lässt sich nicht bestreiten. Armut ist hier Indien allerdings ganz anders als bei uns. Die meisten Wohnungen waren unter ihren Wellblechdächern aus Beton gebaut. Strom und fließend Wasser gab es abhängig davon wieviel Miete gezahlt wurde für ein paar Stunden morgens sowie abends. Viele Menschen bauen sich hier aus fast nichts eine Existenz auf. Aus gesammeltem Plastik werden Mülltüten hergestellt, aus alten Handtüchern werden Arbeitshandschuhe genäht. Wer einmal in den Slums angekommen ist, findet schwer wieder dort hinaus. Einfach ist das Leben hier für die meisten sicher nicht, dennoch begegneten uns auch viele lächelnde Gesichter. Klar zeigte sich die tiefe Schlucht zwischen Arm und Reich als wir am nächsten Abend einen Bekannten, gut betuchten Inder, und seine Freunde in einer Bar trafen. Heile Welt und Firstworldproblems, nicht anders als wir.

Mumbai hat uns mitgerissen, doch da wir nur so kurz dort waren, bleibt nur ein flüchtiger Eindruck von all dem, was diese Stadt ausmacht. Der Mandovi Express wird uns nach Goa bringen, in ein ganz anderes Indien.

To be continued…

Liebe, Svenja

2 Gedanken zu „Bombay Backpackers“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s